Der Titel erscheint am 17. Juni.
Bibliografische Angaben:
1. Auflage, Hardcover
Umfang: 864 Seiten
Format: 17 x 24 cm
ISBN 978-3-911627-11-5
ET: 17.06.2026
Zum Inhalt:
1915 – Aram in Asche ist ein literarisch hochverdichtetes Werk, das die Geschichte der Aramäer in eine Sprache überführt, die Erinnerung nicht nur bewahrt, sondern neu formt. In bewusster Anknüpfung an eine uralte Tradition – von Ephrem der Syrer bis in die Gegenwart – wird Lyrik hier zum Ort kultureller Selbstvergewisserung und zum Medium eines widerständigen Gedächtnisses.
Der Genozid von 1915 bildet das Gravitationszentrum dieses Bandes: ein historischer Abgrund, um den die Texte kreisen, den sie ausleuchten, ohne ihn je zu vereinfachen. Aus der Perspektive einer
jungen, poetisch sensiblen Stimme entfaltet sich ein vielschichtiger Raum, in dem sich Vergangenheit und Gegenwart, kollektive Erfahrung und persönliche Annäherung durchdringen. Geschichte
erscheint als Fragment, als Echo, als offene Wunde – und zugleich als Quelle von Identität.
Gügör arbeitet mit einer präzisen, zugleich atmosphärisch aufgeladenen Bildsprache. Ihre lyrischen Texte bewegen sich zwischen Reduktion und Fülle, zwischen Stille und eindringlicher Verdichtung.
Orte wie Tur Abdin, Urhoy oder Antiochia fungieren dabei als poetische Marker eines kulturellen Gedächtnisses, das sich in Sprache, Liturgie und Überlieferung über Zerstörung hinweg behauptet.
Das beigefügte Glossar erweitert den Band um eine reflektierende Ebene und erschließt zentrale Begriffe sowie historische Tiefenschichten eines vielgestaltigen kulturellen Erbes.
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