Bohemica / Geschichte / Bauerntum


Rubrik – Auf einen Blick!


Schneider, Annelie: »Deutschböhmen für Gänse gesperrt«

 

Bibliografische Angaben:

Softcover

Umfang: 176 Seiten

Format: 14,8 x 21 cm

ISBN 978-3-943506-81-5

ET: 10.07.2020

 

Zum Inhalt:

»Deutschböhmen für Gänse gesperrt« – der Lokal­redakteur des sozialdemokratischen Teplitzer Tagblatts »Freiheit« ist zufrieden mit seiner Überschrift, nimmt sie doch mit ihrem humoristischen Unterton ein wenig den Druck aus den vorwiegend schlechten Nachrichten zur Versorgungslage der Bevölkerung in den deutschböhmischen Gebieten unmittelbar nach Gründung der Tschechoslowakei. Und dass nun gerade kurz vor Weihnachten 1919 auch noch die Gänse rationiert werden sollen, schürte den Ärger noch mehr. Zu diesem Zeitpunkt war meine Mutter noch kein Jahr alt, meine Großmutter hatte gerade den Schock des Zerfalls »ihres« Heimatlandes Österreich-Ungarn überwunden und mein Großvater versuchte nach vier Jahren Weltkrieg wieder im normalen Leben Fuß zu fassen. Alles kam nach und nach wieder in geordnete Bahnen bis 1938 das Münchner Abkommen das Sudetenland an Hitlerdeutschland auslieferte. Und 1945 wäre auch dem besten Redakteur keine mit leichter Hand formulierte Überschrift zu den politischen Ereignissen in der Tschechoslowakei eingefallen.
Denn von da an war nun für die Deutschböhmen ihre jahrhundertealte Heimat gesperrt, man hatte sie nach dem Krieg kurzerhand allesamt »ausgebürgert«, sprich vertrieben. Wie meine Familie diese Zeitläufe erlebte, davon handelt dieses Buch. Dabei zeichnet es ein exemplarisches Bild des Lebens im damaligen Böhmen mit allen Freuden und Schicksalsschlägen, schließlich der Vertreibung sowie der Ankunft in der Fremde und bald neuen Heimat.
Begleiten Sie mich auf der bewegenden Reise zwischen zwei Welten, die gleichermaßen für mich Heimat bedeuten!

Annelie Schneider


Zur Autorin:

Annelie Schneider, 1946 geboren in Zeulenroda/ Thüringen. Kindheit und Jugend ebenda, 1965 Abitur an der damaligen Erweiterten Oberschule Zeulenroda. Studium der Schulmusik, Germanistik und Musikwissenschaft in Leipzig. Diplomarbeit mit Schwerpunkt Leoš Janaček. 1970 bis 1992 Musikredakteurin am Sender Weimar und beim Thüringer Rundfunk. Von 1992 bis 2016 freischaffende Redakteurin und Musikjournalistin bei MDR Thüringen und MDR Kultur sowie bei anderen Hörfunkanstalten wie NDR, SWR und Deutsche Welle, hier vor allem mit volkskundlichen musikspezifischen Themen. Sie lebt heute in Bad Berka im Weimarer Land. 

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Löwenstein, Šimona (Hrsg): Evropská civilizace a její problémy / Die europäische Zivilisation und ihre Probleme

 

Jubilejní sborník pro Bedřicha Loewensteina / Festschrift für Bedřich Loewenstein

 

 

Bibliografische Angaben:

2 Bände

Hardcover in Fadenheftung, mit Lesebändchen
Umfang: Bd. 1 = 272 Seiten / Bd. 2 = 288 Seiten
Format: 29,7 x 21 cm

ISBN 978-3-943506-60-0
ET: 21.06.2019

 

 

Zum Inhalt:

Dvousvazková kniha je jubilejním sborníkem k nedožitým devadesátinám v roce 2017 zemřelého historika Bedřicha Loewensteina. Obsahuje příspěvky celkem dvaceti českých, německých, ale i rakouských, britských a amerických historiků a filosofů, většinou v dvojjazyčné verzi. Jejich různá vědecká zaměření, způsoby myšlení a témata tvoří široké spektrum historických, filosofických, jakož i kulturně a socialně historických textů. Jsou věnovány Loewensteinovi, který byl sám dvojjazyčný a mezioborově činný. Čtyři tématické okruhy člení vědecká těžiště autorů a různé problémové oblasti civilizace: dějepisectví a jeho společenský význam, dějiny kultury a idejí, scestí a slepé uličky civilizace a politické a filosofické koncepty dějin. V dokumentační části se nacházejí fotografie a písemnosti z Loewensteinova života a kompletní bibliografie.

Der Doppelband ist eine Festschrift auf den 2017 verstorbenen Historiker Bedřich Loewenstein zu seinem nicht mehr erlebten 90. Geburtstag. Er enthält Beiträge von insgesamt 20 tschechischen, deutschen, aber auch österreichischen, britischen und amerikanischen Historikern und Philosophen, die überwiegend zweisprachig vorliegen. Ihre unterschiedlichen wissenschaft­lichen Ausrichtungen, Denkweisen und Themen ergeben ein breites Spektrum an historischen, philosophischen, sowie kultur- und sozialhistorischen Texten. Sie sind Loewenstein gewidmet, der selbst zweisprachig und interdisziplinär tätig war. Vier Themenbereiche gliedern die wissenschaftlichen Schwerpunkte der Autoren und die verschiedenen Problemfelder der Zivilisation: Geschichtsschreibung und ihre gesellschaftliche Bedeutung, Kultur- und Ideengeschichte, Irrwege und Sackgassen der Zivilisation sowie politische und philosophische Geschichtskonzepte. Im Doku­mentationsteil befinden sich Photographien und Schriftstücke aus Loewensteins Leben und eine vollständige Bibliographie.

This double volume work is a commemorative publication on the historian Bedřich Loewenstein, who passed away in 2017, in memory of his 90th birthday. It contains a total of 20 contributions from Czech, German, but also Austrian, British and American historians and philosophers, mostly available in two languages. Their different scientific orientations, ways of thinking and topics contribute to a wide range of historical, philosophical as well as cultural-historical and social-historical texts. They are dedicated to Loewenstein, who himself was bilingual and interdisciplinary. Four thematic areas divide the scientific focuses of the authors and the various problem areas of civilization: historiography and its social significance, history of culture and ideas, aberrations and dead ends of civilization and political and philosophical concepts of history. The documentation part contains photographs and documents from Loewenstein’s life along with a complete bibliography.

 


Přispěli / Mit Beiträgen von / With contributions from:
Alexander Demandt, Karl Heinz Metz, František Šmahel, Milan Hlavačka, Miloš Havelka, Karl Acham, Ladislav Hejdánek, Jakub S. Trojan, Wilma Abeles Iggers, Pavel Kolář, Peter Pulzer, Jan Rataj, Bernd Sösemann, David Schoenbaum, Šimona Löwenstein, Reimer Hansen, Helmut Wagner, Miroslav Hroch, Martin Šimsa, Milan Průcha.

 

 

Zu Ehren von:

 

Bedřich Loewenstein

(* 20.6.1929 in Prag, † 11.5.2017 in Berlin)

 

 

1945-1949      Realgymnasium in Prag

 

1949-1956      Studium der Philosophie und Geschichte an der Karlsuniversität Prag mit Unterbrechung (Militärdienst 1951-1953)

 

1956-1957      Redakteur im Staatlichen Pädagogischen Verlag

 

1957-1970      Aspirant, später wissenschaftlicher Mitarbeiter am Historischen Institut der Tschechoslowakischen Akademie der Wissenschaften in Prag

 

1970-1978      Dolmetscher und Übersetzer an der Prager Botschaft der Bundesrepublik Deutschland

 

1979-1994      Professor für Neuere Geschichte an der FU Berlin

 

 

Wichtigste Werke: Plädoyer für die Zivilisation (1973), Der Entwurf der Moderne (1987 und 1990), Problemfelder der Moderne (1990), Wir und die anderen (2003), Der Fortschrittsglaube (2009 und 2015).

 

 

Auszeichnungen: Ehrenmedaille František Palackýs (Tschechische Akademie der Wissenschaften 1999), Silberne Gedächtnismedaille (Karlsuniversität Prag 2010), Kreuz am Bande (Bundesrepublik Deutschland 2011)

 

 

Mitgliedschaften: Collegium Carolinum München, Berliner Wissenschaftliche Gesellschaft, Gelehrte Gesellschaft der Tschechischen Republik

 

 

 

Autoren:

  • Alexander Demandt: Deutscher Historiker, Prof. em. für Alte Geschichte (FU Berlin)
  • Karl Heinz Metz: Deutscher Historiker, Prof. em. für Westeuropäische Geschichte (Universität Erlangen)
  • František Šmahel: Tschechischer Historiker, Prof. em. für Mittelalterliche Geschichte (Karls-Universität Prag)
  • Milan Hlavačka: Tschechischer Historiker, Prof. für Geschichte (Karls-Universität Prag) mit Schwerpunkt böhmische und österreichische Sozialgeschichte des 18./19. Jahrhunderts
  • Miloš Havelka: Tschechischer Historiker und Philosoph, Prof. für Humanistische Studien (Karls-Universität Prag)
  • Karl Acham: Österreichischer Kultursoziologe, Prof. em. für Soziologische Theorie, Ideengeschichte und Wissenschaftslehre (Universität Graz)
  • Ladislav Hejdánek: Tschechischer Philosoph, Prof. em. für Philosophie (Karls-Universität Prag)
  • Jakub Schwarz Trojan: Tschechischer Theologe und Ökonom, Prof. em. (Karls-Universität Prag) mit Schwerpunkt Anthropologie und Sozialethik
  • Wilma Abeles Iggers: Amerikanische Germanistin und Kulturwissenschaftlerin böhmischer Herkunft, Prof. em. (Canisius College Buffalo) mit Schwerpunkt jüdische Literatur
  • Pavel Kolář: Tschechischer Historiker, Prof. für Osteuropäische Geschichte (Universität Konstanz)
  • Peter Pulzer: Britischer Historiker österreichischer Herkunft, Prof. em. für Politikwissenschaft (Oxford) mit Schwerpunkt Antisemitismus und deutsche Politik
  • Jan Rataj: Tschechischer Historiker und Politologe, Prof. (Wirtschaftsuniversität Prag) mit Schwerpunkt politische Geschichte, konservatives und rechtsradikales Denken des 19.-21. Jahrhunderts
  • Bernd Sösemann: Deutscher Historiker, Prof. em. (FU Berlin) mit Schwerpunkt Geschichte Preußens und Kommunikationsgeschichte
  • David Schoenbaum: Amerikanischer Historiker und Journalist, Prof. em. (University of Iowa) mit Schwerpunkt Deutschland des 20. Jahrhunderts und Musikgeschichte
  • Šimona Löwenstein: Deutsche Philosophin tschechischer Herkunft mit Schwerpunkt Ideengeschichte und politisches Denken der Neuzeit
  • Reimer Hansen: Deutscher Historiker, Prof. em. für Neuere Geschichte (FU Berlin)
  • Helmut Wagner: Deutscher Politologe, Prof. em. für Politikwissenschaft (FU Berlin)
  • Miroslav Hroch: Tschechischer Historiker, Prof. em. für Allgemeine Geschichte (Karls-Universität Prag) mit Schwerpunkt nationale Bewegungen
  • Martin Šimsa: Tschechischer Philosoph mit Schwerpunkt Hermeneutik, politische und tschechische Philosophie
  • Milan Průcha: Tschechischer Philosoph, Prof. em. für Philosophie (FU Berlin) mit Schwerpunkt Marxismus, Existenz- und Differenzphilosophie

 

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Wenzel Jaksch: Verlorene Dörfer, verlassene Menschen …

Reportagen 1924–1928

 

 

Bibliografische Angaben:

3. Auflage

Hardcover

Umfang: 332 Seiten

Format: 15,5 x 22,5 cm

ISBN 978-3-943506-48-8

ET: 02.01.2020

 

Zum Inhalt:

Das Buch bietet eine Sammlung von Sozialreportagen aus der Feder von Wenzel Jaksch, die in den Jahren 1924 bis 1928 im Zentralorgan der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei „Sozialdemokrat“ erschienen. Jaksch unternahm als junger Journalist längere Reisen durch das deutschsprachige Grenzgebiet der Tschechoslowakei. Er beschreibt die dortigen rauen Verhältnisse ohne Umschweife und seine Reportagen fangen trotz eines politischen Einschlags den Zeitgeist und das Streben um eine soziale Sicherheit für die Ärmsten der Armen ein. Jakschs Texte sind ein einzigartiger Blick auf die sozialen, gesellschaftlichen und politischen Verhältnisse im tschechoslowakischen Grenzland der Zwischenkriegszeit. Die Reportagen werden ergänzt durch Zeichnungen und Fotografien, die das Elend im Sudetenland noch näher bringen.


Zum Autor:

Wenzel Jaksch (1896-1966) war ein sudetendeutscher Politiker, Mitglied der Deutschen Sozialdemokratischen Arbeiterpartei. 1938 wurde er zum letzten Vorsitzenden dieser Partei gewählt. Im Londoner Exil wurde er zum Gegner der Politik des tschechoslowakischen Präsidenten Edvard Beneš, die auf eine Vertreibung der Sudetendeutschen abzielte. Nach dem Krieg saß Jaksch für die SPD im Bundestag.

Pressestimmen zum Buch:

»Die Reportagen Wenzel Jakschs aus dem Sudetenland der 20er Jahre zeigen die unvergleichliche Armut, die hier in dieser Zeit herrschte. Und sie helfen zu verstehen, warum im Folgejahrzehnt ein so großer Teil der Deutschen der Tschechoslowakei dem Reich Hitlers zuneigten.«

- Petr Zídek, Orientace, Lidové noviny

 

»Das Buch „Verlorene Dörfer, verlassene Menschen“ erinnert stellenweise an Orwells Reportagenband „Der Weg nach Wigan Pier“, der die schlimmen Lebens- und Arbeitsbedingungen der Arbeiter in einer nordenglichen Bergarbeiterstadt dokumentiert.«

- Ondřej Bělíček, A2


»Die Reportagensammlung des deutschen sozialdemokratischen Journalisten bietet einen einzigartigen Einblick in das Leben und die gesellschaftlichen Verhältnisse des deutschsprachigen Teiles des Sudetenlandes in der Zwischenkriegszeit.«

- Magazin Respekt


»Wenn Sie die ausgezeichneten Reportagen von Milena Jesenská vom Ende der 30er Jahre kennen, so sind diese Reportagen Jakschs mit diesen vergleichbar und sie sind ausgezeichnet, wenngleich ein unangenehmes Zeugnis des Elends und der Armut in der Ersten Republik.«

- Zdenka Pavelka, Knižní pól Kosmas


»Fast hundert Jahre haben die Reportagen nicht an Aussagekraft verlieren lassen.«

- Iveta Coufalová, Dějiny a současnost 

 

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Rádl, Dr. Emanuel: Der Kampf zwischen Tschechen und Deutschen.

 

Mit einem Vorwort von Shimona Löwenstein: »Deutsche und Tschechen in der 1. Tschechoslowakischen Republik im Verständnis von Emanuel Rádl«

Das Buch wurde um Emanuel Rádls Aufsatz »Zur politischen Ideologie der Sudetendeutschen« ergänzt.

 

Bibliografische Angaben:

Hardcover

Umfang: 336 Seiten

Format: 15,5 x 22,5 cm

ISBN 978-3-943506-45-7

ET: 03. Oktober 2017

 

Zum Inhalt:

Emanuel Rádls 1928 erstmals erschienene Schrift zum Nationalitätenkonflikt zwischen Tschechen und Deutschen in der damaligen Tschecho­slowakei entstand in einer Zeit allseits aufkeimenden Nationalismus, in der das Verhältnis von Tschechen und Deutschen von Anfeindungen und Konflikten geprägt war. Im Gegensatz dazu unternimmt Emanuel Rádl in seinem Buch neben einer Analyse des Konfliktes den Versuch, eine Philosophie des Friedens dieser beiden alten und häufig befreundeten Nachbarn zu entwerfen. Der tschechische Kulturphilosoph erweist sich darin einmal mehr als ein unbeirrbar klarer und mutiger Denker, der seiner Zeit weit voraus war. Er war sich darüber im Klaren, dass er hier nicht nur ein Problem von lokalem Charakter behandelt, sondern dass dieses Pro­blem und seine Lösung von grundsätzlicher Natur und daher auch von genereller Bedeutung sind.
Ein Plädoyer für ein einträgliches Neben- und Miteinander, das besonders in der heutigen Zeit aktueller ist denn je!

 

Die tschechische Originalausgabe erschien unter dem Titel: »Válka Čechů s Němci«

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Wilms-Graf, Helga: Raimund Graf - Ein deutsch-böhmischer Demokrat zwischen den politischen Fronten.

 

Bibliografische Angaben:

2., durchgesehene Auflage 2017

Hardcover
Umfang: 300 Seiten
35 Abbildungen
Format: 15,5 x 22,5 cm
Preis: 24,95

ET: 24.08.2017

ISBN 978-3-943506-40-2


Zum Inhalt:
Raimund Graf, der Generalsekretär des Bundes der Landwirte, setzte seine ganze Kraft für den Aufbau der Bauernpartei in der 1918 gebildeten Tschechoslowakei ein, erlebte große Erfolge in den 20er Jahren, erbitterte Auseinandersetzungen mit der Henleinpartei in den 30er Jahren, musste 1938 ins Exil und wurde nach der Rückkehr 1945 von den tschechischen Milizen aus seiner böhmischen Heimat vertrieben. Ein hartes Schicksal für einen demokratischen Politiker, der sich sein ganzes Leben lang für Recht und Freiheit und friedliches Zusammenleben der Völker einsetzte und Undank, Verfolgung und Mühsal erntete.

Zur Autorin:
Helga Wilms-Graf, geboren in Aussig a.d. Elbe. Studium der Geschichte u. Germanistik. 1956 Promotion in Geschichte bei Prof. Schnabel an der LMU in München. Dozentin am Deutschlehrerseminar des Goethe-Instituts in München. Lebt in Tutzing am Starnberger See.

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Graf, Raimund: Geschichte des Bundes der Landwirte - Politische Partei des deutschen Landvolkes in der Tschechoslowakei 1918–1938. Aufstieg und Untergang einer deutschen Bauernpartei.

 

herausgegeben von Dr. Helga Wilms-Graf

 

Bibliografische Angaben:

Hardcover

Umfang: 576 Seiten

Format: 15,5 x 22,5 cm

ISBN 978-3-943506-43-3

ET: 15. September 2017

 

Zum Inhalt:

Die Geschichte des »Bundes der Landwirte« ist mehr als die Parteigeschichte einer kleinen Landvolkpartei in der Ersten Tschechoslowakischen Republik. Ihr Generalsekretär Raimund Graf hat eindrucksvoll geschildert, wie hart die aktivistischen Verständigungspolitiker gegen Chauvinismus, Nationalismus und obstruktive Negativisten zu kämpfen hatten. Bisher nicht bekannte Fakten füllen eine Geschichtslücke in der sudetendeutschen Geschichte. Die Tragik wird deutlich, wie leichtsinnig die Heimat trotz eindringlicher Warnungen verspielt wurde. Wenn durch die Aktivisten der Weg ins Verderben auch nicht verhindert werden konnte, so ist das Bemühen europäisch denkender Demokraten und Realpolitiker beispielhaft und ein Lehrstück deutscher Geschichte.

 

Rückentext:

Raimund Graf, Generalsekretär des BdL und enger Vertrauter von Minister Dr. Franz Spina, war durch seine detaillierten Kenntnisse der Zeitgeschehnisse und seine umfangreichen Kontakte wohl wie kein anderer dazu privilegiert, die erste Monografie zur Geschichte der deutschen Landvolkpartei »Bund der Landwirte« (BdL) in der Ersten Tschechoslowakischen Republik zu verfassen.
Die nach dem Zusammenbruch der österreichischen Monarchie 1918 von den Tschechen im Alleingang als Nationalstaat konzipierte Erste Tschechoslowakische Republik versetzte die deutsche Minderheit in eine prekäre und undankbare Lage. Zwei Optionen standen ihr nun offen, entweder ihre Forderungen in der Opposition nur zu proklamieren oder sie durch aktive Mitgestaltung im Staat durchzusetzen. Dies war die Geburtsstunde des sudetendeutschen Aktivismus, der Versuch, allmählich einen gerechten Ausgleich zwischen den Interessen der Deutschen und Tschechen zu erreichen. Diese Bestrebungen führten zwischen 1926–1934 zu einer fruchtbaren Zusammenarbeit des BdL mit der tschechischen Agrarpartei sowie den tschechisch-bürgerlichen Parteien in einer nationalgemischten Regierung in Prag. Die Diktatur des 3. Reiches und des Faschismus in Österreich stärkten die Extremisten im deutschen und tschechischen Lager. Auch innerparteiliche Flügelkämpfe im BdL machten die Bemühungen der Aktivisten zunichte. Das unermüdliche Eintreten für das friedliche Zusammenleben von Deutschen und Tschechen in Böhmen bleibt als Vermächtnis bestehen. Die Realpolitiker des BdL dachten schon europäisch als ihre politischen Gegner noch im engstirnigen Nationalismus gefangen waren, der in die Katastrophe führte.
Die Geschichte des BdL ist viel mehr als bloß die Parteigeschichte einer christlich-konservativen Landvolkpartei auf demokratisch-freiheitlicher Grundlage, sie ist gleichzeitig die Geschichte eines gescheiterten multinationalen Staates und eine Mahnung, aus der Geschichte zu lernen.

34,90 €

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Graf, Raimund: Streiflichter deutscher Schicksalsjahre. Auseinandersetzungen, Rückblicke und Betrachtungen.

 

herausgegeben von Dr. Helga Wilms-Graf

 

Bibliografische Angaben:

Hardcover

Umfang: 200 Seiten

Format: 15,5 x 22,5 cm

ISBN 978-3-943506-46-4

ET: 15. September 2017

 

 

 

Zum Inhalt:

»Streiflichter deutscher Schicksalsjahre« versammelt Aufsätze Raimund Grafs aus den Nachkriegsjahren 1958–1967, welche er in der Zeitschrift „Landbote“ im Zuge seiner unermüdlichen Tätigkeit für den »Bayerischen Bauernverband« regelmäßig veröffentlichte. Diese Aufsatzsammlung macht die ganze Bandbreite seiner Geschichtskenntnisse eindrucksvoll sichtbar. So finden sich neben Arbeiten zu herausragenden Vertretern der Bauernbewegung wie Hans Kudlich und Franz Spina ebenso Darstellungen zu Bismarck, dem Ausbruch des

I. Weltkrieges, der Gewaltherrschaft Hitlers, des Minderheitenproblems in Südtirol oder dem Neubau Europas. Ein Großteil der Beiträge beinhaltet jedoch Analysen und Darstellungen des politischen wie wirtschaftlichen Zeitgeschehens der 60er und 70er Jahre. Besondere Beachtung finden dabei die Belange der Bauern und Vertriebenen. Grafs Ausführungen sind getragen von geschichtspolitischen Aufklärungsabsichten, wobei er den Blick auch immer wieder auf die Pluralität und Konflikthaftigkeit neuzeitlicher Gesellschaften lenkt.

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Hirtz, Helmut: Die Wiege des Abendlands

Mythos und Wahrheit im Fall Galilei – „Finsteres Mittelalter“ oder Wiege unserer Kultur?

 

Bibliografische Angaben:

6., überarbeitete Auflage

Hardcover
Umfang: 260 Seiten
Format: 14,5 x 21 cm
ISBN 978-3-943506-28-0
ET: 31.01.2019

 

Zum Inhalt:

Die heutige wissenschaftlich-technische Welt-Kultur basiert letztlich auf der Bibelstelle in der Genesis 127–128 „Macht Euch die Erde untertan“. Eine Reihe von Pionierleistungen sind aus Klöstern bzw. kirchlichen Einrichtungen hervorgegangen. Heute wird CERN als Inbegriff moderner Grundlagenforschung auf internationalem Niveau angesehen. Vom Mittelalter bis in die Neuzeit herein haben sich Klöster diese Aufgaben gestellt und teilweise auch erfüllt.
Die industrielle Revolution begann, als Handarbeit durch Maschinenarbeit ersetzt wurde. Die Zisterzienser haben mit der Errichtung von Wassermühlen schon um das Jahr 900 das erste Beispiel dafür geliefert. Die Nutzung der Wasserkraft war der Beginn der industriellen Revolution.
Bereits im 14. Jahrhundert wurden die Grundlagen der Mechanik von den Vertetern der Pariser Nominalistenschule (Buridan, Oresme, Albert von Sachsen, Wilhelm von Ockham) umgestaltet.
Bedeutende Entwicklungen im Bereich der Mathematik stammen von gelehrten Geistlichen, was nicht sehr bekannt ist.
Im 7. Jahrhundert erschien die Schrift „De temporum ratione“ des Benediktiners Beda (um 673 bis 735), die zur Berechnung des astronomisch bestimmten Osterfestes nach dem Julianischen Kalender diente. Dass die allgemeine Anerkennung der indischen Ziffern im Abendland sich über Jahrhunderte hinzog, ist heute weithin noch wenig bekannt. Kaum gewürdigt wurde bisher auch, dass infinitesimale Ideen bis in das 14. Jahrhundert zurückreichen. Der spanische Zisterzienser Juan Caramuel von Lobkowitz (1606–1682) publizierte als Erster im Jahr 1670 über die binäre Darstellung der Zahlen und damit vor Gottfried Wilhelm Leibniz (1646-1716).
Papst Gregor XIII. brachte 1582 die mehr als drei Jahrhunderte andauernde Kalenderdiskussion zum Abschluß.
Der fundamentale Beweis für die Richtigkeit des kopernikanischen Systems lag erst seit 1838 vor. In diesem Jahr bestimmte der Astronom Friedrich Wilhelm Bessel (1784 bis 1846) die Parallaxe an dem Stern 61 Cygni mit einem Heliometer von Fraunhofer.
Der Augustinerprior Gregor Mendel legte mit seiner Entdeckung der Erbgesetze die Grundlage für die heutige Genetik.
Der belgische Priester und Astrophysiker Georges Lemaître (1894 bis 1966) begründete ein neues Weltbild. Jeder kennt Hubble. Wenig bekannt ist aber, dass Lemaître der geistige Vater der Urknalltheorie ist.

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Naegle, August: Der heilige Wenzel, der Landespatron Böhmens.

Mit einem Vorwort von Kardinal Dominik Duka OP, Erzbischof von Prag und Primas von Böhmen

 

Bibliografische Angaben:

Hardcover

Umfang: 160 Seiten

Format: 13,5 x 21,5 cm

ISBN 978-3-943506-22-2

ET: September 2014

 

Zum Autor:

Dr. August Naegle (* 28.07.1869; † 12.10.1932) Um die böhmische Kirchengeschichte hochverdienter katholischer Theologe und Kirchenhistoriker. Seit 1906 wirkte Professor Dr. Naegle an der Karl-Ferdinands-Universität in Prag, bekleidete das Amt des Dekans der Theologischen Fakultät und war mehrfach Rektor derselben Universität.

 

Zum Buch:

In der hier in Neuauflage vorgelegten Schrift über den hl. Wenzel entwirft Dr. Naegle ein umfassendes und quellenmäßig fundiertes Lebensbild des ersten christlichen Böhmerherzogs, welches bis heute nichts an Strahlkraft und Aktualität eingebüßt hat. Entstanden aus Naegles reicher Prager Forschungs- und Lehrtätigkeit, in welcher er der Kirchengeschichte Böhmens sein ganz besonderes Augenmerk widmete, stellt er dem Leser in seinem Spätwerk diesen großen, tugendhaften und opferbereiten Herrscher in lebendigen Worten vor. Seit Jahrhunderten wird der hl. Wenzel als Landespatron Böhmens verehrt und als solcher erfreut er sich bei Tschechen und Deutschen gleichermaßen eines hohen Ansehens, obgleich die Kenntnis über sein Leben und Wirken in weiten Kreises sehr rudimentär ist. Diesen Wissensmangel möchte der Autor mit seinen Zeilen beheben und gleichzeitig die Verehrung dieses Heiligen fördern. / „Der Herrscher des Landes Böhmen, der Schutzpatron unserer Heimat, ist ein Herrscher, der sich den Vorstellungen seiner Zeitgenossen vom Regieren völlig entzog. Nicht nur, weil er ein Heiliger war, sondern wegen seiner eigenen Auffassung vom Herrschen, in dem er vor allem einen Dienst sah. Und natürlich auch Dienst an den Ärmsten, Armseligsten und Verschmähtesten. ... Möge das Leben des Heiligen und sein Wirken auch für die kommenden Generationen Beispiel und Appell sein.“ (Kardinal Dominik Duka OP)

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Bücher anderer Verlage


Weiß, Otto: Kulturkatholizismus

Katholiken auf dem Weg in die deutsche Kultur (1900–1933). Mit einem Vorwort von Hans Maier

 

Bibliografische Angaben:

Softcover
Umfang: 312 Seiten
Format: 15,7 x 23,3 cm

Verlag Friedrich Pustet

ISBN 978-3-7917-2615-1
ET: 2014

 

Zum Inhalt:

Seit der Wende zum 20. Jahrhundert stand die „katholische Kultur“ unter den deutschen Katholiken im Zentrum der Diskussion. Im protestantisch geprägten deutschen Kaiserreich war den als antimodern, fortschrittsfeindlich und ultramontan geltenden Katholiken häufig der Zugang zu Wissenschaft, Literatur und Kunst versperrt. Über die Notwendigkeit, Anschluss an die „deutsche Nationalkultur“ zu erhalten, bestand weithin Einigkeit, über die Wege dorthin jedoch tobten erbitterte Grabenkämpfe. Diese wurden vor allem in neu gegründeten Zeitschriften ausgetragen, allen voran im Hochland unter der Leitung von Karl Muth und in der Schöneren Zukunft, herausgegeben von Josef Eberle. Otto Weiß zeichnet den Weg der katholischen Intellektuellen in die deutsche Kultur von der Jahrhundertwende bis zum Beginn des Dritten Reichs nach und stellt die Protagonisten und Wortführer vor. Das faszinierende Porträt einer spannenden Epoche!

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